über




Portrait Hubert Fischlhammer

Hubert Fischlhammer

Zeichnen und Malen waren Hubert Fischlhammer in die Wiege gelegt. Der angesehene Rieder Maler Wilhelm Dachauer ebnete ihm nach der Grundschule den Weg an die Münchner Akademie.
Schwierige Zeitumstände, Arbeits- und Militärdienst machten aber ein Studium bald unmöglich. Als der im Krieg Verwundete 1945 heimkam, hatte der Brotberuf Vorrang. Sein künstlerisches Bemühen hat Fischlhammer aber nie aufgegeben.
1962 an der Salzburger Sommerakademie erhielt er durch Professor Slavi Soucek Impulse, die für seine Entwicklung entscheidend waren. Er hatte auch Kontakt zu einer französischen Kunstschule, ein angebotenes Paris-Stipendium konnte er aber aus beruflichen Gründen nicht annehmen.
Es waren Jahre härtester Kunstübung in mehreren graphischen Techniken, vor allem in der Monotypie. Die Suche nach der ihm wesensgemäßen Form hat ihn früh die Grenzen zur Abstraktion überschreiten lassen, die Bilder wurden zu „reiner Schöpfung“. Den lokalen Erfolgen am Anfang folgte bald überregionale Anerkennung, besonders für die vielgerühmten „Kristallbilder“, die fast alle im Rahmen einer Ausstellungsreihe in Schweden angekauft wurden.
Seit 1974 lebt Hubert Fischlhammer in Wien.
In den späten Achtzigerjahren verschlechterte sich sein Sehvermögen, die Augen mußten immer näher an die Arbeitsfläche heran, Fischlhammer konnte nur mehr Miniaturen malen – die „Bilder aus Lakonien“ wurden von der Kritik als kleinformatige „Ikonen“ bezeichnet.
Eine geglückte Augenoperation rettete ihn 1991 vor dem Erblinden.
Als er wieder gut sehen und auch reisen konnte, haben ihn nordafrikanische Landschaften und die expressive afrikanische Kunst sehr interessiert. Formen und Zeichen aus diesen Kulturen hat er in seinen Bildern subjektiv gedeutet.
Nachdem Hubert Fischlhammer 2005 eine lebensbedrohende Krankheit durchleiden mußte, entstand der Bilderzyklus „Schlussakkord“, der von subjektiven Beklemmungen und Angst gegenüber der Leere und Nichtigkeit erzählt. „Vergiß Newton“ mit Umdrucken von kleinen Aktfotos aus Zeitungen, ist ein gewollt spöttisches Spiel mit Männerträumen.
Der Zyklus „Requiem für tote Blätter“ signalisiert Resignation, die Farben gelb und braun übermitteln metaphorisch, daß der Herbst mit uns ist.
Dr. Josef Mader/Eva Albrecht

Mitglied in den Künstlervereinigungen:

Oberösterreichischer Kunstverein
Salzburger Kunstverein
Künstlergruppe „Der Kreis“
Zülow-Gruppe
Innviertler Künstlergilde

Einzelausstellungen – eine Auswahl:

1965-1989
Wien, Galerie Autodidakt
Wien, Galerie auf der Stubenbastei
Münster, Galerie Bernd Clasing
Wien, Galerie Basilisk
Rom, Galleria L’Indicatore
Salzburg, Künstlerhaus
Ljubljana, Galerija Lerota
Wien, Galerie Gabriel

1990-2000
Wels, Galerie der Stadt Wels
Linz, Oberösterreichischer Kunstverein
Graz, Galerie Moser
Schörfling, Galerie Zwach
Ried, Museum der Stadt Ried
Salzburg, Galerie Welz
Wien, Galerie L’ART DE L’AFRIQUE NOIRE
Wien, Galerie Peithner-Lichtenfels
Wien, Galerie Sur

2001-2010
Wien, Galerie Wolfrum
Naples/Florida, Gallery Ritter
Wien, Galerie Wolfgang Exner
Wernstein, Kubin Haus Zwickledt
Schärding, Schlossgalerie
Mödling, Galerie Arkade
Traun, Galerie der Stadt Traun
Linz, Ursulinenhof, Zülow-Gruppe

Beteiligung an Gruppenausstellungen:

in Österreich, Deutschland, Jugoslawien, Frankreich, Spanien, Portugal, Schweden, Luxemburg, Ungarn, Bulgarien, USA, Türkei, Irak.

Preise und Auszeichnungen:

1965 Silbermedaille der XIII. Exposicion International de Arte, Madrid
1966 1. Ehrenpreis des Salzburger Kunstvereins für Grafik
1971 Förderungspreis des Salzburger Kunstvereins für Grafik
1972 2. Preis beim Grafikwettbewerb der OKA in Linz
1974 Preis der Ausstellung Europäische Grafik in Salzburg
1975 Slavi Soucek-Preis für Grafik des Landes Salzburg
1. Ehrenpreis des Salzburger Kunstvereins
1977 Förderungspreis des Salzburger Kunstvereins
Ankaufspreis der Stadt Wien der III. Wiener Graphikbiennale
1984 Verleihung des Professortitels
1991 Silbermedaille für Malerei Art 01, Liège

Werke in öffentlichen Sammlungen

Graphische Sammlung Albertina
Bundesministerium für Unterricht und Kunst Wien
Kulturamt der Stadt Wien
Museum Lentos Linz
OÖ Landesmuseum Linz
Kulturabteilung der OÖ Landesregierung
Kulturamt der OÖ Landesregierung
Museum Carolino Augusteum Salzburg
Museum Rupertinum Salzburg
Kulturabteilung der Salzburger Landesregierung
Kulturamt der Stadt Salzburg
Museum der Stadt Ried
Museum der Stadt Wels
Museum der Stadt Schärding
Stadtmuseum Traun
Museum Sulaimaniyya
Riksorganisation Medborgarskolan Uppsala

TV Film ORF Künstlerlexikon:

Der Maler Hubert Fischlhammer, Film von Dr. Traude Hansen